NORDISTIK STUDIEREN IN BASEL

Bei dem Seminar für Nordistik in Basel handelt es sich um ein kleines Fach. Insgesamt studieren ca. 70 Studierende Nordistik. In der Regel nehmen 8-20 Studierende an den Seminaren teil (in den Sprachkursen bisweilen mehr). Die Grösse des Instituts bietet natürlich vor allem in Bezug auf die Studienbetreuung grosse Vorteile. Aber nicht nur der Kontakt zwischen Studierenden und Dozierenden, sondern auch der Kontakt unter den Studierenden ist automatisch enger als an grösseren Seminaren. Dazu tragen auch Exkursionen bei, die in der Regel in einem Abstand von ein bis zwei Jahren stattfinden.
Auf der anderen Seite müssen wir den Lehrbetrieb mit wenigen Mitarbeitenden gestalten. Trotzdem legen wir grossen Wert darauf, jedes Semester ein umfangreiches Lehrprogramm anzubieten. Kurse zu den drei grossen skandinavischen Sprachen Dänisch, Norwegisch, Schwedisch werden regelmässig von muttersprachlichen LektorInnen angeboten. Je nach Nachfrage können Kurse im Isländischen gegeben werden.
Auch wenn aufgrund der Forschungsinteressen der Dozierenden bewusst ein Schwerpunkt auf literaturwissenschaftliche oder kulturwissenschaftliche Fragestellungen gelegt wird, werden regelmässig (Pro-)Seminare zur Sprachwissenschaft angeboten. Das Lehrprogramm der DozentInnen wird über Veranstaltungen freier MitarbeiterInnen aufgestockt, die sich insbesondere mit den zeitgenössischen skandinavischen Literaturen auseinandersetzen.
Einen Vorteil bietet die geographische Lage Basels, aufgrund welcher die Studierenden im Prinzip die Möglichkeit besitzen, auch Veranstaltungen an den Instituten der Universitäten Zürich und Freiburg im Breisgau zu besuchen.
Mit ca. 13.000 Bänden verfügen wir über eine relativ kleine, aber dennoch gut sortierte Institutsbibliothek. Es besteht ein enger Kontakt zur Institutsbibliothek in Zürich, die bei Bedarf unentgeltlich Bücher nach Basel schicken kann. Die Universitätsbibliothek in Basel verfügt über gute Bestände vor allem im Bereich der Altnordistik (insbesondere den Nachlass Andreas Heuslers).
Schliesslich bleibt als grosser Vorzug die Lage und Unterbringung des Seminars zu erwähnen, das in den Räumen des Schönen Hauses untergebracht ist, dessen bauhistorische Wurzeln bis in das 15. Jahrhundert zurückreichen.